Geräte- und Maschinensicherheit, Risikoanalyse und Prüfung

riskoanalyseBei der Ermittlung der geltenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen für ein Gerät oder eine Maschine müssen die Risiken analysiert werden. Die Ergebnisse der Risikoanalyse müssen in der Entwurfsphase, der Herstellung, der Verwendung und bei eventuellem vorhersehbaren Missbrauch berücksichtigt werden. Die Risikoanalyse erfolgt nach einschlägigen abgestimmten Standards. Zum Beispiel EN ISO 12100 „Sicherheit von Maschinen – Allgemeine Konstruktionsgrundsätze – Risikobewertung und Risikominderung“.

Die Risikoanalyse kann verschiedene Gefahren beim Gebrauch aufdecken, z. B.sich quetschen, sich schneiden, sich verbrennen, Stromschlag usw. Es müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um diese Gefahren auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Maßnahmen können Sicherheitsbarrieren, Erkennung von Personen bzw. Körperteilen oder Gegenständen usw. sein. Die Sicherheitsfunktionen des Geräts müssen das Risiko auf ein bestimmtes tolerierbares Maß reduzieren. Hierbei sollen sicherheitsrelevante Teile des Steuerungssystems (SRP / CS) den Anforderungen entsprechend angemessene Leistungs- oder Sicherheitsintegritätsstufen (PL oder SIL) helfen. PL und SIL definieren die Fähigkeit sicherheitsrelevanter Teile von Steuerungssystemen, unter vorhersehbaren Bedingungen, eine Sicherheitsfunktion auszuführen.

In Europa muss der Hersteller einschlägige Richtlinien wie die EU-Maschinenrichtlinie, die Niederspannungsrichtlinie, die Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit und die harmonisierten Normen der Europäischen Union einhalten. Um die Konformität mit den Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutznormen anzuzeigen, ist in der Europäischen Union die CE-Kennzeichnung erforderlich. Wenn die CE-Zertifizierung des Geräts vom Hersteller oder seinem Vertreter durchgeführt wird, wird davon ausgegangen, dass die verwendeten Sicherheitsvorrichtungen und Not-Aus-Schaltkreise der Maschinenrichtlinie und den harmonisierten Normen entsprechen. Maschinen SRP / CS erreicht nachweislich das vorgesehene Leistungsniveau durch die CE-Kennzeichnung, sowie das Konformitätszertifikat und die Validierung von SRP / CS gemäß ISO 13849-2 (Sicherheit von Maschinen – Sicherheitsrelevanten Teilen von Steuerungssystemen – Teil 2: Validierung).

Die Anforderungen an die Gerätesicherheit sind in der EU und anderen Industrieländern sehr streng und das Ziel ist es, die Sicherheit noch weiter zu erhöhen. Es gibt eine Vielzahl teilweise überlappender und miteinander verbundener harmonisierten Normen. Daher muss ein Sachverständiger die Standards finden, die für ein bestimmtes Gerät am besten geeignet sind. Viele neue innovative Maschinen haben keinen direkt anwendbaren Produktstandard, der eine Checkliste für vorhersehbare Gefahren enthält. Daher ist ein Sachverständiger erforderlich, um die Gefahren zu bestimmen. Um sicherzustellen, dass das Produkt wettbewerbsfähig, zuverlässig und sicher ist, muss es ausreichend lange in verschiedenen Szenarien und Umgebungsbedingungen sorgfältig getestet werden. Dies ist besonders wichtig für Gas-, Druck- und Elektrogeräte sowie für Maschinen, die eine Gefahr für Personen, Sachwerte oder die Umwelt darstellen können.

ET-Ex Machina hat u.a. Folgende Erfahrungen: Prüfung elektrischer und elektronischer Geräte und Maschinen; Risikoanalyse; Sicherheitsberechnungen; Unterstützung bei der Erlangung der CE- und UL / CSA-Zertifizierung. Wir haben automatische Prüfgeräte für elektrische Maschinen, Elektronikbaugruppen und Kabelbäume entwickelt. Wir haben die beste Erfahrung mit den Normen EN 60335-1, EN 60204-1, EN 62368, ISO 12100 und EN 13849.

Wir können Sie bei der Produktzertifizierung nach CE oder UL / CSA unterstützen. Wenn der Kunde eine Zertifizierung anfordert, können wir auch bei der gesamten Produktzertifizierung behilflich sein, indem wir eine Risikobewertung gemäß EN ISO 12100 erstellen und das erforderliche Leistungsniveau der Sicherheitssysteme berechnen. Wir können Messungen der elektrischen Sicherheit, Nennleistung, Kühlung, Testproduktfunktionalität, Software, Zuverlässigkeit, IP-Klassen usw. durchführen. Wir verfügen über eine sinusförmige Stromversorgung, um Stromwellenformen, Nennleistung und Gerätetemperaturen bei verschiedenen Frequenzen und Spannungsgrenzen zu überprüfen.

Wenn Sie planen, ein neues Gerät oder eine neue Maschine zu entwickeln oder herauszubringen, und Ihr Produkt nicht über die obligatorische CE- oder UL / CSA-Zertifizierung oder technische Dokumentation verfügt, empfehlen wir Ihnen, sich an ET-Ex Machina zu wenden. Wir empfehlen, uns bereits in einem frühen Stadium der Entwicklungsphase Ihres Produkts zu kontaktieren. Das Zurückrufen und Neugestalten von Produkten, um sie später mit den Sicherheitsstandards kompatibel zu machen, kann unter Unḿständen sehr kostspielig sein.

Kontaktieren Sie uns unter info@etexm.de, hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten und eine kurze Beschreibung Ihrer Maschine oder Ihres Geräts sowie Ihrer Anforderungen.

Was ist eine Risikoanalyse?

Die Risikoanalyse ist die Aktivität, die durchgeführt wird, um die Sicherheitsanforderungen für Geräte oder Maschinen gemäß der Sicherheitsnorm für Maschinen (ISO 12100) sowie nach anderen relevanten Normen zu bestimmen. Das Risiko ist die Kombination aus der Schwere eines Unfalls oder Schadens und der Wahrscheinlichkeit seines Auftretens. Die grundlegenden Sicherheitsanforderungen für Maschinen und Geräte sind in der EU-Maschinenrichtlinie (MD) und im Gerätesicherheitsgesetz festgelegt. Das CE-Zeichen zeigt an, dass das Produkt vom Hersteller bewertet wurde und damit die EU-Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzanforderungen erfüllt. Diese Anforderungen gelten auch für Produkte, die außerhalb der EU hergestellt, aber in der EU vermarktet werden.

Die Risikoanalyse nach ISO 12100 ermittelt zunächst die Beschränkungen der Maschine (Nutzung, Zeit, Raum, Umgebung und vorhersehbarer Missbrauch). Die potenziellen Gefahrenquellen und -ursachen (mechanische, elektrische, thermische, Geräusch-, Vibrations-, Strahlungs-, Material- und sonstige kombinierte Gefahren) werden dann in allen Aktivitäten des Produktlebenszyklus zusammen mit der Schwere der schlimmsten Folgen möglicher Unfälle, dem Zeitpunkt der Exposition und der Wahrscheinlichkeit deren Auftretens und deren Vermeidung bewertet. Das Ergebnis ist die Schwere der schlimmsten möglichen Folgen der Unfälle Klassifizierung: S1 (mit Erster Hilfe behandelbare Kratzer), bis zu S4 (Tod) und mit ihren Risikoklassen CL4 bis CL15. Sie bestimmen, ob das relevante Risiko (Schwere der Gefahr oder Wahrscheinlichkeit eines Unfalls) verringert werden muss, wie dies zu erfolgen hat, wie hoch das Restrisiko ist und ob es mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen tolerierbar ist.

Der Betrieb der Maschine wird dann Modus für Modus untersucht, um festzustellen, welche Gefahren vorhanden sein könnten und um die Risiken (ohne und mit Sicherheitsmaßnahmen) zu ermitteln. Dadurch bekommen Sie Risikoanalysedateien, Informationen zum Leistungsniveau die zum Aufbau eines Sicherheitssystems erforderlich sind, Zuverlässigkeitsberechnungen und genaue Empfehlungen zur Erhöhung der Sicherheit des Geräts auf das erforderliche Niveau. Auf diese Weise verfügt Ihr Unternehmen über wichtige Inputs zur Erstellung des Sicherheitsteils der Sicherheits- bzw. Betriebsanleitung. Die Risikoanalyse der Maschine oder des Geräts bezieht sich auf die technische Datei des Produkts und ist eines der wichtigsten Teile.